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ImmoScout24-Exposé bewerten: So prüfst du Anzeigen in Minuten

Wer Kapitalanlagen sucht, sieht in kurzer Zeit viele Exposés. Wer jedes einzeln durchrechnet, verliert Tage. Wer nur nach Bauchgefühl entscheidet, verpasst gute Objekte oder kauft schlechte. Ein fester Ablauf spart Zeit und gibt dir Zahlen in die Hand.

6 Min. Lesezeit · Stand Oktober 2026

Direkt ausrechnen: Mietrendite-Rechner

Die Angaben, die du aus dem Exposé brauchst

AngabeWofür du sie brauchst
Kaufpreis und WohnflächePreis pro Quadratmeter, Basis für alle Renditen
Kaltmiete (bei vermieteten Objekten)Jahreskaltmiete, Mietrendite, Kaufpreisfaktor
HausgeldNicht umlagefähiger Anteil mindert die Nettorendite
Baujahr und EnergieeffizienzAfA-Satz, Sanierungsbedarf, Nebenkosten für Mieter
Lage und PLZGrunderwerbsteuer nach Bundesland, Vergleich mit der Marktmiete
VermietungsstandSofortige Einnahmen oder Leerstandsrisiko

Ein einfacher Ablauf für jedes Objekt

  1. Zahlen eintragen: Kaufpreis und Kaltmiete genügen für die erste Einschätzung (Schnell-Check).
  2. Ehrlich hinterfragen: Ist die Miete belegt oder nur geschätzt? Passt sie zum Umfeld?
  3. Preis einordnen: Kaufpreisfaktor und Preis pro Quadratmeter mit vergleichbaren Anzeigen vergleichen.
  4. Kosten dazu: Kaufnebenkosten und nicht umlagefähige Kosten einrechnen.
  5. Verhandlungsbasis klären: Wie lange steht das Objekt schon online, hat sich der Preis bewegt?
  6. Entscheiden: Nur Objekte, die den Filter bestehen, bekommen eine vollständige Analyse und eine Besichtigung.

Standzeit und Preisänderungen als Verhandlungssignal

Wie lange eine Anzeige schon online ist und ob der Preis gesenkt wurde, sagt dir etwas über die Verhandlungsposition. Ein Objekt, das seit Monaten steht und im Preis gesunken ist, lässt oft mehr Spielraum als ein frisches Angebot. Diese Information zeigt dir die Browser-Erweiterung Rote Kapsel direkt auf der Anzeige. Sie beantwortet die Frage, wie sich das Angebot am Markt verhält, und rechnet keine Rendite.

Die Rendite wiederum liefert die Wertblick-Erweiterung: Eigenkapitalrendite und der Kaufpreis für neutralen Cashflow erscheinen auf der Anzeige. Beide Werkzeuge ergänzen sich, deshalb nutzen viele Käufer sie zusammen: erst die Marktsignale, dann die Zahlen.

Typische Stolpersteine bei Anzeigen

  • Miete als Soll-Miete: Manche Anzeigen nennen eine mögliche, nicht die tatsächliche Miete.
  • Hausgeld ohne Aufschlüsselung: Ohne zu wissen, was umlagefähig ist, bleibt die Nettorendite eine Schätzung.
  • Provisionsangaben: Die Maklerprovision gehört in die Gesamtkosten.
  • Schöne Fotos, alter Zustand: Das Baujahr und die Angaben zu Heizung und Fenstern sind aussagekräftiger als die Bilder.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit sollte ich pro Exposé einplanen?

Für die erste Einschätzung reichen wenige Minuten, wenn du einen festen Ablauf hast. Nur Objekte, die den ersten Filter bestehen, verdienen eine vollständige Analyse und Besichtigung.

Brauche ich beides, Rote Kapsel und Wertblick?

Sie lösen unterschiedliche Aufgaben. Rote Kapsel zeigt Standzeit und Preisänderungen einer Anzeige. Wertblick rechnet Rendite, Cashflow und den Kaufpreis für neutralen Cashflow. Du kannst jedes einzeln nutzen, zusammen decken sie Markt und Zahlen ab.

Kann ich Exposés auch ohne Browser-Erweiterung prüfen?

Ja. Gib Kaufpreis und Kaltmiete im Schnell-Check ein, oder nutze das Lesezeichen für Tablet und Smartphone. Die Erweiterung spart nur das Abtippen.

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Stand der Inhalte: Oktober 2026. Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Rechenbeispiele sind vereinfacht und enthalten keine Gewähr. Mehr in unseren AGB.